Leitbild



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Aggressionen bei Kindern und Jugendlichen scheinen oft sinnlos, zerstörerisch, verletzend und brutal. Wer damit umgehen muss, steht ihnen oft hilf- und verständnislos, ohnmächtig und wütend gegenüber. Leicht wird darüber der positive, fördernde Aspekt von Aggressionen vergessen.
 
Das lateinische Wort "Aggredi" bedeutet "herantreten, angehen", so dass man Aggression auch als das Freisetzen von Energie zum "Angehen" schwieriger Aufgaben verstehen kann. Demnach sollte man sie eher lenken, als bekämpfen, lieber abbauen als unterdrücken, damit junge Menschen lernen können, ihre Aggression adäquat, sinnvoll, helfend und schützend einzusetzen.
 
Aggressionen lassen sich - vor allem bei Kindern und Jugendlichen - nicht allein mit rationalen Mitteln abbauen. Denn Körper und Geist bilden eine Einheit und müssen als solche angesprochen werden. Neben der rationalen Erkenntnis, dass Konflikte als gewinnbringende Auseinandersetzungen zu verstehen sind, brauchen junge Menschen ein "Ventil", um aufgebaute Energie wieder abgeben zu können. Dieses Ventil und der kontrollierte Umgang mit Aggression findet sich in unseren Konzepten zur Gewaltprävention wieder.
 
Dem Kampfsport kommt eine wichtige Rolle zu: Er übt besonders auf junge Menschen eine ungeheure Faszination aus und fördert z.B. körperliche Fitness, Koordinationsvermögen wie auch Selbstbewusstsein. Darüber hinaus schafft er ein tiefes Verständnis für Regeln, Respekt, Fairness im Umgang miteinander und Erkenntnisse über eigene und fremde Grenzen. Kampfsport schafft das Bewusstsein für die rationale, konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikten.